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Das Finanzgericht in Berlin wurde
Ende 2006 geschlossen
Zum Nachteil der Berliner Bürger
wurde das Berliner Finanzgericht nach Cottbus verlegt. Der Forderung
von Cicero, das öffentliche Wohl soll das oberste Gesetz sein, stehen
manche Berliner Politiker anscheinend verständnislos gegenüber.
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Gerichtsfusion: Kompromiss erzielt Finanzfälle werden auch in Berlin
verhandelt
20.08.2004
Der Zustimmung
für die Bildung gemeinsamer Obergerichte von Berlin und Brandenburg steht
nichts mehr im Wege: Der Rechtsausschuss hat die Fusion am Donnerstag
beschlossen, das Parlament wird den Beschluss auf der nächsten
Plenarsitzung mittragen. Streitpunkt war Cottbus als Standort für das
Finanzgericht. Jetzt fand man einen Kompromiss: SPD, PDS und die FDP
stimmten einem Antrag von CDU und Grünen zu, wonach „bei Bedarf“
Verhandlungen auch in Berlin geführt werden können. Cottbus bleibt
Standort des Gerichts. Justizsenatorin Karin Schubert (SPD) begrüßte
diesen Vorschlag. Gerichtstage in Berlin könnten laut Schubert in den
neuen Räumen des Oberverwaltungsgerichts in der Hardenbergstraße
stattfinden.
Vor dem Finanzgericht werden Steuer Säumigkeiten und
Kindergeld-Angelegenheiten verhandelt. Es gibt viel Publikumsverkehr. Die
Berliner bräuchten ein schnell erreichbares Gericht – und dafür sei
Cottbus ein ungeeigneter Standort, sagten die Kritiker. Der erzielte
Kompromiss wird von der Brandenburger Justizsenatorin Barbara Richstein
(CDU) mitgetragen. Sie bezeichnete die Gerichtstage in Berlin als
„einvernehmliche Lösung“. Für die Bildung der Obergerichte ist eine
Verfassungsänderung notwendig. Der Potsdamer Landtag hatte dies mit der
notwendigen Zweidrittel-Mehrheit im Juni beschlossen, das Abgeordnetenhaus
wird darüber am 26. August abstimmen. sib
Quelle. Tagesspiegel
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