Das Finanzgericht in Berlin wurde Ende 2006 geschlossen

Zum Nachteil der Berliner Bürger wurde das Berliner Finanzgericht nach Cottbus verlegt. Der Forderung von Cicero, das öffentliche Wohl soll das oberste Gesetz sein, stehen manche Berliner Politiker anscheinend verständnislos gegenüber.
 

Quelle: rbbonline

Das gemeinsame Gericht wird seinen Sitz in Cottbus haben.

Justiz

Fusion der Finanzgerichte verfassungsgemäß

Die geplante Fusion der Finanzgerichte von Brandenburg und Berlin ist verfassungsgemäß. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe habe eine entsprechende Beschwerde eines Berliner Finanzrichters zurückgewiesen, sagte eine Sprecherin am Dienstag.

Der Richter wollte sich gegen die Auflösung des Finanzgerichts Berlin und seine Versetzung zum fusionierten Gericht nach Cottbus wehren. Die Zusammenlegung der Finanzgerichte erfolgt zum 1. Januar 2007. Die Fusionen der Obergerichte waren 2004 in einem Staatsvertrag und per Gesetz geregelt worden.

Nach Auffassung der Karlsruher Richter greifen die Regelungen des Staatsvertrages und des Gesetzes nicht direkt in die Rechtsstellung des Beschwerdeführers ein. Ob eine Versetzung an das gemeinsame Finanzgericht nach Cottbus erfolge, ergebe sich erst aus einer konkreten Verfügung dazu. Gegen diese könne der Richter juristische Schritte einleiten, weil dabei die Gerichtsorganisation verändert werde.

Die Verfassungsrichter sehen zudem keine Verletzung der persönlichen und sachlichen Unabhängigkeit der Richter. Gegen eine Versetzung bestünden auch vor dem Hintergrund des außerhalb der Landesgrenzen von Berlin gewählten Gerichtssitzes in Cottbus keine Bedenken.

Ferner sei die Regelung verfassungsrechtlich zulässig, wonach Berlin und Brandenburg die planmäßigen Richter eines gemeinsamen Fachobergerichtes in den Dienst beider Länder stellen. Es gebe keinen verfassungsrechtlich geschützten Grundsatz des Richteramtsrechts, wonach ein Richter nicht im Dienste mehrerer Länder stehen kann.


Stand: 08.08.2006 11:10

Quelle: rbbonline

http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/politik/beitrag_jsp/key=news4598368.html

 

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